Ob, wann und wie Produkte und Komponenten wiederverwendet, aufbereitet oder recycelt werden können, hängt von vielen Faktoren ab. TRANSFORM-R entwickelt eine datenbasierte Entscheidungsunterstützung, die zirkuläre Wertschöpfungsoptionen ganzheitlich bewertbar und vergleichbar macht.
Motivation
Zirkuläre Wertschöpfung erfordert neben neuen Produktionsprozessen insbesondere Lösungen zur Rückverfolgung von Ressourcen und Produkten sowie die Etablierung zirkulärer Geschäftsmodelle. In bestehenden Produktions- und Organisationssystemen mit gewachsenen Prozessen müssen komplexe Wechselwirkungen zwischen unterschiedlichen Organisationen, -bereichen, strategischen Zielsetzungen und Geschäftsmodellen berücksichtigt werden. Das Fehlen ganzheitlicher Ansätze zur Adressierung dieser Herausforderung hindert produzierende Unternehmen an einer zielgerichteten Transformation.
Ziel und Vorgehen
Das Ziel des Forschungsprojekts TRANSFORM-R ist die Entwicklung eines methodischen Entscheidungsrahmens, der Daten aus heterogenen Datenquellen, insbesondere Produkt-, Produktions- und Marktdaten, systematisch erfasst und analysiert. So können fundierte Entscheidungen über End-of-Use-Strategien in bestehenden industriellen Strukturen getroffen werden. Dieser Entscheidungsrahmen umfasst Gestaltungsmuster für Second-Life basierte Wertangebote, ein Framework zur technischen Zustandsbewertung und damit die Wahl der geeignetsten R-Strategie sowie Lösungsansätze für das Management diverser Geschäftsmodellportfolios. Es entsteht eine hybride Plattformarchitektur, die unterschiedlichste IT-Infrastrukturen in eine einheitliche Umgebung integriert, die datenbasierte Weiterentwicklung der Geschäftsmodelle und die Umsetzung zirkulärer Wertschöpfungsstrategien ermöglicht.
Innovationen und Perspektiven
TRANSFORM-R zeichnet sich durch seinen ganzheitlichen branchenübergreifenden Ansatz aus. Durch die integrierte Betrachtung von technischer Machbarkeit, wirtschaftlicher Tragfähigkeit und Marktakzeptanz können geeignete End-of-Use Strategien sowie Second-Life Geschäftsmodelle identifiziert und aufeinander abgestimmt werden. Dies etabliert zirkuläre Wertschöpfung. Die im Konsortium abgebildete Produktvielfalt stärkt die Generalisierbarkeit der Ergebnisse und bietet Transferpotenzial für weitere Anwendungsbereiche.
